Hochgefühl

Heute war eigentlich ein ganz unspektakulärer Tag, ein Tag wie jeder andere auch. Doch irgendetwas ist besonders, ich habe und fühle immer noch in meinem Bauch ein brennendes Gefühl. Ein echtes Hochgefühl – voller Energie. So gut wie ich mich gerade fühle liegt schon in einer langen, abgeschlossenen Vergangenheit zurück. Es geht mir nicht immer mies, bloß im Moment geht es mir einfach nur besser als gut. Ich zähle mich als einen Mensch mit eher tiefgründigen und zeitlosen Gedanken, desto stärker fülle ich die „Flammen“ in mir brennen, diese Emotionen kann nur der Kontrast erschaffen. Vielleicht mag das alles total kitschig klingen, aber es spiegelt gerade bestens meinen Zustand wieder.

Es begann damit endlich wieder meinen Spotifyaccount auf den Studententarif umzustellen, und so ein bisschen Geld im Monat zu sparen. 5 Euro entscheiden nicht über mich, dennoch solch simple Dinge welche auf ihre Weise relevant sind, verschiebe ich immer wieder, wenn ich sie denn überhaupt erledige. Danach beendete ich die Serie „Casshern Sins“ –ein sehr spezieller, düsterer Anime welcher sich in 24 Folgen in einer „zerfallenden“ Welt um den Konflikt: „Leben und Tod“ dreht. Durchweg wird die Serie von Melancholie und einer gewissen Düsternis begleitet, dennoch hinterlässt „Casshern Sins“ bei mir positive und herzstärkende Sinneseindrücke. Auch wollte ich noch etwas erledigen was ich eigentlich schon die Tage davor machen wollte. Somit ging ich zu meiner Oma, dort unterhielt ich mich mit ihr über ihr Weihnachtsgeschenk von mir. Es tat einfach mal wieder gut sich mit ihr zu zweit und nicht im Weihnachtsstress zu unterhalten. Später schaute ich dann einen weiteren guten Anime: „Omoide no marnie“. Auch wenn er nicht ganz so perfekt war, beeindruckt das Ende umso mehr. Die Botschaft ist simpel, doch sehr kraftvoll, besonders da ich erst mit „Marnie“ gesprochen habe.

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Momente der Melancholie

Es gibt Momente da möchte ich gar nicht lange überlegen, mir einfach keine Gedanken machen wieso das jetzt genau so ist oder wieso ich mich so fühle. Einfach treiben lassen.. auf eine Art und Weise abschalten wie es sonst nie möglich wäre. Den Versuch eine Unwissenheit herzustellen, welche sich aber nicht von reelle Dingen abgrenzt, sie bezieht sich auf alles und stellt so ein besonderen Gefühlszustand her. Das ist keine esoterische Kraft bzw. kein spirituelles Schicksal. Melancholie trifft es wohl möglich am besten.

Gerade ist so ein Moment. Ich liege im Bett, kann nicht wirklich schlafen und durch das Fenster vernehme ich einen leisen fühlbaren Regen der monoton auf die Straße rieselt. Gestern waren ein paar Freunde dar und wir waren zusammen mit meinem Mitbewohner in der Sonne ein wenig im nah liegenden Waldpark wandern. Es war echt gut. Abends war direkt vor unser Haustür ein Straßenfest, mit guter Musik bis in die Nacht. Ich saß in meinem Fenster und konnte bequem direkt auf die Bühne gucken, ein echter Logenplatz. So saß ich dort und guckt mir den Spaß an, die ganzen Menschen welche sich freuten und feierten, Jung und Alt. Es schien mir als ob es ihnen wirklich Spaß macht und ich saß oben – auf dem besten Platz und trozdem so weit entfernt und fremd.

Das Fest war irgendwann zu Ende, irgendwann wurde es wieder hell, dann zwitscherten die Vögel und ich bekam langsam Hunger, mein Mitbewohner wachte auf und ich war irgendwie immer noch wach. Irgendwann, irgendwie und irgendwo, in solch Momenten ist es nicht wichtig, wer man ist, wo man so befindet oder wie Spät es ist. Die dimensionale Wahrnehmung spielt keine Rolle mehr, man ist in einem Raum welcher von jeglichen äußeren Einflüssen abgeschnitten ist. Es ist keine Flucht, es ist eine Suche und eine Verbundenheit, welche zu beschreiben mir nicht oder kaum möglich scheint, es ist ein Teil von mir.

Solche Momente sind in ihrer Form einzigartig, sie beeinflussen mich. Es sind Momente, kein Zustände, ich möchte nicht, dass ich mich durchgehend so fühle, es ist eine Sicht die lohnenswert ist. Morgen jedoch widme ich mich wieder anderen Dingen. Für manche Menschen vielleicht „schöneren“ Dingen, für mich aber einfach anderen Dingen.

„Es ist nur ein Moment und nicht mehr
Den wir nicht fassen und greifen können
Uns’re Hände sind leer
Vielleicht gelogen und falsch
Vielleicht aus Schall und aus Rauch
Vielleicht das Ultimative
Danach ist alles verbraucht
Das hier ist Anfang und Ende zugleich
Hier an der Grenze der Zeit
Nichts und Unendlichkeit
Das ist perfekt
Das war’n die Kämpfe doch wert
Nur ein Moment, der unendlich lang währt“

Tua – Moment

Identität, Einflüsse durch Erlebtes | Eine Einführung

Erlebnisse, Erfahrungen, Ereignisse oder doch Phänomene? Es gibt viele Begriffe, aber dennoch scheinen sie alle miteinander in Verbindung zustehen. Was bedeuten sie für den Menschen und seine Identität? Ich würde es in diese Worte fassen, wobei Obacht gegeben sein sollte, ich bin kein Identitätsforscher, ich schildere hier nur meine eigene Sicht:

„Der Mensch wie er im jetzt ist – das Produkt seines Ichs- wird durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zugleich bestimmt. Der einzelne Mensch versucht durch Identität sich als Individuum zu begreifen – von anderen hervorzuheben, was wäre er ohne seine eigene Persönlichkeit, seine selbst geschaffene Identität? Metaphorisch gesehen wäre er ein Mensch ohne Identität, ein Mensch ohne Gesicht, er wäre alle zugleich, aber dennoch niemand.“

Ich möchte, wie man vielleicht in diesem Blog merkt, ausdrücklich darauf hinweisen wie wichtig Identität, besonders für die psychische Gesundheit, ist. Dieser Beitrag möchte euch die Ebene der Vergangenheit etwas näher bringen – spezifischer, es geht um Erlebnisse und deren Wirkung. Ich habe mit einem guten Freund schon des Öfteren über diese Thematik geredet, es ergab sich, dass ich Erlebnisse als essentielle Komponente der Identitätsbildung sehe. Er hat mir darin nicht widersprochen, aber aufgezeigt dass ich eventuell eine zu sehr emotionale fixierte Sicht auf den Wert der Erlebnisse besitze.

Wieso bin ich so wie ich bin, wieso sind Menschen so wie sie sind? Es gibt viele Faktoren hierfür, ein wichtiger sind erlebte Dinge. Wenn wir eigentlich zum Mittag gern einen Kaffee trinken wollen, es aber nur Wasser gibt, ist es ein Erlebnis, zwar ein relativ unspektakuläres, aber selbst die für uns banalsten wirkenden Situation der Welt sind in jeder Form einzigartig. Natürlich muss man abwägen wie prägend bzw. wichtig solch alltägliche Dinge sind. Trotz der scheinbaren Banalität machen sie uns in gewisser Weise aus, maßgeblich für die Entwicklungen sind aber die sogenannten „Kritischen Lebensereignisse“.

Der Begriff der „Kritischen Lebensereignisse“ taucht in der Entwicklungspsychologie auf, er wird dort in folgende drei Kategorien unterteilt: Normativ, Nicht-Normativ und Historisch-Normativ. Normativ bedeutet einfach Dinge die absehbar und „normal“ sind, dazu zählt z.B. Tod der Eltern, Geburt eines Kindes, Schulabschluss oder der Prozess des Alterns. Wenn die Kinder früher als ihre Eltern sterben zählt es zu einem Nicht-Normativen Lebensereignis, es sind aber auch immer die Umstände der Gesellschaft, Zeit oder Herkunft zu beachten, im Mittelalter war die Kindersterblichkeit viel höher als heutzutage und somit relativ normativ, man rechnete damit. In meinem Beitrag dreibasti, das bin ich gebe ich einen kleinen Einblick wie Nicht-Normativen Erlebnisse mich verändert haben. Hinzu zufügen ist noch, dass auch „positive“ Dinge wie ein Lottogewinn nicht normative Lebensereignisse darstellen, hier zu zählt auch für einige Menschen der sogenannte „Life-Chaning-Sex“. Unter Historisch-Normativ versteht man Lebensereignisse die einer Kohorte  widerfahren sind. Beispiele hierfür sind Kriege, Naturkatastrophen oder ökonomische Krisen.

Es sei aber darauf hinweisen, dass Kritische Lebensereignisse nicht aus Jux so heißen. Bei Menschen die keine wirkliche Bewältigungsstrategie des Problem finden kann eine Lebenskrise entstehen, welche in manchen Fällen Auslöser einer Depression werden kann. Erlebnisse sind wichtig, ja, aber man sollte sie, insbesondere kritische Lebensereignisse nicht unterschätzen oder provozieren.

Nun, das war ein kleiner Exkurs für die Verständlichkeit. Erfahrungen sind für unser Sein essentiell, oft höre ich Menschen die sagen: „Ach man, hätte ich doch in der Situation anders gehandelt oder Ey diese/dieser blöde/r X (Hier den Namen deiner Wahl einfügen :D) hätte ich ihn/sie bloß nicht kennengelernt, das war ein großer Fehler.“ Wieso bereuen? Die Vergangenheit ist existent, man kann nicht einfach in die Zeit zurück reisen und dann etwas verändern und selbst wenn würde man meiner Meinung nach sein Ich aus der Gegenwart damit auflösen da es auf die Vergangenheit basiert. Ja mir ist „Scheiße“ passiert und ich habe darunter gelitten. Trotzdem, ich stehe, stehe heute hier und bin in meinem Leben so weit wie nie und morgen werde ich wieder weiter sein als zuvor. Ein leugnen der erlebten Dinge ist wahrscheinlich das Leugnen seiner eignen Person -seines Selbst.

Ich beobachte in unser heutigen, kapitalistisch geprägten Gesellschaft einen Zuwachs an Bedeutungslosigkeit der Erfahrung durch individuelle besondere Erlebnisse, der Zweck für die „Menschen“ scheint nicht vorhanden zu sein.. Dieser Aspekt, ja die heutige Entwicklung beunruhigt mich, deshalb möchte ich sie verstehen. Dies ist somit der erste Teil, eine Art Einführung, im zweiten Teil werde ich die gesellschaftliche Seite genauer in Blick nehmen und meine Kritik zur Sprache bringen.

dreibasti, das bin ich

Hallo Mensch. Das ist meine Lieblingsbegrüßung, nicht allzu wenig Personen wundern sich über diesen „Satz“, sie gucken mich verdutzt an, lachen und reagieren nicht „normativ“. Nicht „normativ“ das beschreibt meine Person ganz gut oder wohl eher mein Blick auf die „Menschen“. Das Wort „Mensch“ als Anrede sehe ich manchmal als etwas Negatives, ja gar als eine Art Beleidigung, Menschen ich meine das ist irgendwie ein Tier, welches aber trotzdem nicht gern als Tier genannt werden möchte, es gibt viele Debatten ob wir nun vernunftbegabte Tiere wäre oder eine gesonderte Art der Tiere, aber diese Definition des Begriffs möchte ich nicht hier aufgreifen, schließlich versuche ich mich ja vorzustellen.

Wie der Name vermuten lässt lautet mein Name Basti bzw. Bastian, ja nicht Sebastian „blabla“ das fragt mich auch jeder dritter Mensch dem ich begegne. Mein Nachnamen, den verrate ich nicht, es soll sich auch nicht um meine private Person hier drehen, sondern um meinen persönlichen Blickwinkel. Ein wenig Anonymität im Internet schadet nie. Auch wenn ich bezweifle, dass ich irgendwann jemals in der Position eines semibekannten Internet Phänomen sein werde.

Ich bin Student und Anfang 20. Mein Studium befasst sich mit soziologischen, psychologischen, erziehungswissenschaftlichen, rechtlichen und philosophischen Ansätzen. Hauptaugenmerk ist aber die Soziale Arbeit, aufgezählte Wissensgebiete sind aber essentielle Bezugswissenschaften für die Soziale Arbeit. Soziologie scheint mit dabei das interessanteste Themengebiet zu sein, Menschen sind vielleicht nicht gerade super lieb oder perfekt, aber einfach unglaublich interessant – explizit die Gesellschaft. Vielleicht wird irgendwann noch ein tieferer und subjektiver Einblick meines Studiums auf diesem Blog erscheinen.

Es kommt mir so vor, dass ich erst seitdem ich 18 Jahre bin wirklich lebe. Mag suspekt klingen aber ich fühle so, das bedeutet aber nicht, dass ich mich nicht an die Zeit davor erinnern könnte. Natürlich wurde ich durch meine Kindheit geprägt und habe mich entwickelt zu dem der ich heute bin, die Zeit wirkt für mich aber wie eine abgeschlossene Basis für die Zeit danach. Klar ist die Jugend eine Art Erkundungstour zur Selbstfindung bzw. Identitätsbildung, trotzdem begann mit dem 18. Lebensjahr nicht nur ein neuer Abschnitt für mich, nein ich wurde ein anderer Mensch. Ich sage nicht aus gesellschaftlichen Gründen 18, nein drei Tage nach meinem 18. Geburtstag (Winter) begann eine Art „Beziehung“ mit einem Menschen der unter Depressionen litt. Im folgenden Sommer fuhr ich einen Monat mit drei Freunden weg, Wandern ohne Internet, Strom oder sonstigem „Luxus“. Es häuften sich nicht normative Erlebnisse, in meinem bisher doch relativ „unspektakulären“ Leben. (nicht normativ bedeutet einfach: „Dinge die eigentlich nicht vorhersehbar sind wie z.B. Autounfall, Lottogewinn, plötzlicher Tod im eigenen Umfeld -damit sind nicht die Großeltern oder Eltern gemeint die schon alt sind, sondern: Geschwister, „junge“ Eltern oder gleichaltrige gute Freunde)

Die Erlebnisse haben meine doch naive fröhliche Art umgeformt. Der Hang zu Melancholie verstärkte sich, Interessengebiete veränderten sich, insgesamt wurde mein Blick vielschichtiger und differenzierter. Ich finde das klingt alles so, „besonders und abgehoben“ als ob ich alles wüsste und der Beste wäre. Jeder Mensch ändert sich im Laufe seines Lebens, besonders wenn er noch jung ist, wieso sollte ich mit meinen paar Jährchen Lebenserfahrung etwas zu melden haben? Ich empfinde es ungefähr so „irgendwie ist es bei mir anders, ich bin anders“ und dies ist nicht nur meine Einschätzung, eine nicht allzu irrelevante Anzahl an Menschen sieht es doch ähnlich. Manche Leute sehen in mir eine arrogante Person, so würden sie auch oben beschriebenes unter die Kategorie Arroganz einordnen, es kann ja gut sein dass dies Arrogant wirkt aber das ist nicht meine Absicht. Menschen die mich ein wenig verstehen bzw. kennen –an zwei Händen abzählbar, können meine Sicht und Handeln nachvollziehen.

So und jetzt noch etwas über meine Interessen, ich lese in letzter Zeit doch recht viel, gerade habe ich „Träumen Androiden von elektrischen Schafen?“ gelesen, ein meiner Meinung nach wirklich ausgezeichnetes Buch, insgesamt kann ich den Autor Philip K. Dick nur empfehlen. Auch höre ich viel Musik. Sehr viel. Beim Schreiben dieses Eintrags hier höre ich eine Piano/Klassik/OST/Ambiente Playlist in dem  z.B. das Lied: „A Requim“ von Shiro Sagisu aus dem Soundtrack von Bleach. Ich beschränke mich nicht nur auf eine Musikrichtung, mir muss es aber gefallen. So gefällt mir letzte Zeit besonders „Childish Gambino“ ein talentierter amerikanischer Rapper. Auch mag ich viele Elektronische Musik ob DnB, House oder Minimal alles Querbeet. Rock, NuMetal, Punk oder Ska gefallen mir auch es gibt eigentlich fast nichts was ich als Genre ablehne (Apré Ski und jegliche politische Rechte Musik mal ausgenommen). Weiterhin werden in diesem Blog öfter mal Referenzen oder ganze Themen sich mit einzelnen Lieder beschäftigen. Oft schau ich auch Serien, wobei hier klar zusagen ist, dass ich zwar Game of Thrones, Breaking Bad oder How I meet your mother nicht generell schlecht finde, aber mich spricht es einfach nicht an. Einer der wirklich guten westliche Serie ist : „The Leftovers“. Meist gucke ich Animes, dafür werde ich des Öfteren belächelt was ich zwar als intolerant erachte aber nunja, so sind ja die Menschen.. Wobei ich natürlich auch in Schubladen denke.

Wandern zählt auch zu einen sehr beliebten Hobby von mir, das Beitragsbild ist beim wildcampen in Schottland entstanden. Früher habe ich öfters mal gezockt, heute ist das anders, ich besitze nur noch eine Gamecube mit vier Controllern, Mariokart und Supersmash Melee die ich noch benutze, wenn ein paar Freunde da sind.

Ich denke das sollte als eine kleine Beschreibung meiner Person reichen, im Vordergrund steht auch eher ein Versuch der Erklärung meiner Standpunkte durch meine Erlebnisse bzw. Art.

 

Wieso fühle ich mich so fremd?

Die Uni hat gerade wieder angefangen und ich komme mir so fremd vor. Ich sitze in den Vorlesungen, Seminaren oder in der Mensa und alle freuen sich wiederzusehen, sie reden von banalen Erlebnissen in der freien Zeit, davon wie sie kein Bock auf die Uni haben oder planen den heutigen Alkoholabsturz. Wenn man ihnen zuhört könnte man meinen, dass es ihnen ernst ist, sie fröhlich sind und sich freuen die anderen wieder zu treffen. Mir ist bewusst, dass natürlich nicht alle so sind und ich ein wenig übertreibe. Trotzdem, ich kann es nicht nachvollziehen und fühle mich einfach fremd. Dabei ist hinzuzufügen, dass mir die unterschiedlichen Studieninhalte echt Spaß machen, es fällt mir leicht mich mit den Themen zu identifizieren und gehe gerne wegen den Inhalten in die Uni.

“Wieso kann ich nicht so sein wie sie?
Niemals auf die Zukunft Rücksicht nehmen, einfach Dumm & Glücklich Leben ey“
(RAF Camora – Dumm & Glücklich)

Es ist nicht das erste Mal, dass ich in so einer Situation bin, auch schon in der Schule wirkte der größte Teil fremd auf mich – und ich auf sie. Ich wurde nie gemobbt oder fertig gemacht, äußerlich entspreche ich der Norm meiner Umgebung, innerlich hingegen fühlte ich mich schon seit ich 15 war nicht der Masse zugehörig.

Ich habe viel erlebt was mich geprägt hat, zwei Wochen zu weit Wild-Campen, Umfeld hatte mit Depressionen zu kämpfen, Familiäre Probleme und weitere nicht-Normative Erlebnisse. Ich würde behaupten, dass ich mit allem den Umständen entsprechend gut klar gekommen bin und es mich nie emotional zerstört hat. Klar, es gab ein paar Krisen, welche mir aber jedoch maßgeblich geholfen haben einen differenzierten Blick auf diverse Angelegenheiten zu bekommen.

Dieser Blick und mein Charakter stoßen oft mit anderen Individuen aufeinander und ich bin nicht der Typ der sich alles vorschreiben lässt. Ich sage meine Meinung, diskutiere und stehe für meine Identität ein. Früher bin ich dann irgendwann eingeknickt und habe mich angepasst, aber dann war ich nicht mehr ich selbst, ich war mir selber fremd.

“Wenn ich nicht sage was ich denke, dann werd ich verrückt, aber wenn ich sage was ich denke, sagen die anderen ich wäre verrückt
Die ganze Situation ist zum verrückt werden[…]“ 
(Prinz Pi – Trümmer)  

Wenn meine Kommilitonen dann wieder von Dschungelcamp oder dem Fußballspiel am Wochenende berichten denke ich mir: 

“Wieso? Wieso verstecken sich die Menschen hinter ihren Fassaden? Wieso sind sie zu stolz Akzeptanz gegenüber Andersdenkenden aufzubringen ? Wieso bin gerade ich nicht so? Bin ich alleine mit meinen Gedanken?“ 

 

Was soll das hier?

„Niemand, der nicht schreibt, weiß, wie fein es ist, zu schreiben. Früher habe ich immer bedauert, nicht gut zeichnen zu können, aber nun bin ich überglücklich, daß ich wenigstens schreiben kann. Und wenn ich nicht genug Talent habe, um Zeitungsartikel oder Bücher zu schreiben, gut, dann kann ich es immer noch für mich selbst tun.“ (Anne Frank, Tagebucheintrag, 4. April 1944.)

Schon immer bewunderte ich Künstler, welche in ihren Kunstwerken Emotionen verpacken, ausdrücken und verarbeiten können. Leider bin ich nicht sonderlich musikalisch, noch besitze ich die nötige Begabung fürs Zeichnen, ich kann aber versuchen meine Gedanken in einer Form der Texte widerzuspiegeln.

Dieser Blog ist nun der Versuch mit meinen eigenen Worten auszudrücken was mich beschäftigt. Es wird sich um Geschichten die mich prägten, Ereignisse die mich bewegen oder um Einblicke aus meinem Alltag drehen. Damit bezwecke ich, dass (hoffentlich) meine Meinung und Standpunkt klar wird. Wiederum habe ich aber den Anspruch, an mich selbst, verständlich zuschreiben. Jeder der auf diesen Blog stößt soll die Chance bekommen sich hier um zu blicken ohne dabei gleich ein Fremdwörterlexikon nutzen zu müssen.

Du wirst dich vielleicht fragen „worum dreht’s sich’s hier denn inhaltlich? Lifehacks, Tutorials, Make-Up Routine, Gossip oder doch über die ULTIMATIVE TOP 10 DER KRASSESTEN PRANKFAILS!? Sollten das Themen sein die dich interessieren muss ich dich leider enttäuschen (trauriger Smiley). Nein, es wird sich um diverse Themengebiete drehen, welche grob in folgende Rubriken unterteilt werden: Alltag, Gesellschaft, Politik, Emotionen, Musik, Geschichten, Persönliches Befinden, Melancholie etc. Es wird im Laufe der Zeit natürlich noch ein paar Änderungen geben, darüber hinaus verschmelzen natürlich auch viele Themen miteinander.

Das Layout des Blogs ist relativ schlicht gehalten, dadurch entsteht eine gewisse Ausstrahlung, welche die Texte des Blogs unterstützen soll. Melancholie fängt mich mit ihrer besonderen Atmosphäre ein und ich hoffe durch das gewählte Layout kann ich diesen Effekt auf eine gewisse Weise verdeutlichen. (Zitat Farbecode: #3597b0)

Wichtig ist zusagen, dass alles was hier geschrieben steht oder geschrieben wird auf meiner eigenen Meinung basiert, welche natürlich nicht „richtig bzw. falsch“ ist und eventuell mit deiner anecken wird. Ich möchte keine Wissenschaft analysieren oder das Rad neu erfinden. Es geht mir um des Schreibens Willen, Themen die mich bewegen in schriftliche Form einzufangen. In erster Linie ist der Blog eine Chance für mich als Person, aber natürlich würde ich mich über eine Leserschaft freuen, und wenn meine Beiträge etwa in dir eine differenzierte Ansicht auf diverse Dinge auslösen würden, ui das wäre dann wirklich großartig! 🙂 Zusätzlich sollten die Beiträge auch immer eine Möglichkeit zum Austausch darbieten, so könnte idealer Weise eine Diskussion entstehen.

Zu meiner Person selbst werde ich noch einen extra Eintrag verfassen.

So, ich hoffe es wurde verständlich, mit was sich dieser Blog beschäftigen wird und vielleicht habe ich ja dabei Interesse bei dir geschöpft. Ich freue mich auf die Erfahrungen  die ich erleben werde!